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Der Gries-Pass auf 2479 m. Höhe zwischen dem Formazza-Tal und dem oberen Wallis, war über fünf Jahrhunderte die direkte Verbindung zwischen der Ebene der Lombardei und der Zentralschweiz. Von Mailand nach Bern, vom Mittelmeer bis in die Ebenen Zentraleuropas, über den Gries wanderten Menschen, Waren, Ideen. Es war eine Handelsstraße, eine Karawanenstraße, auf der mit Gütern beladene Esel in langen Reihen wanderten. Von Norden kamen Vieh und Käse (der "Sbrinz" aus dem Berner Oberland), aber auch Luxusgüter wie die Engelberger Kristalle. Von Süden kamen Stoffe und Seide aus der Lombardei und v.a. Wein aus dem Ossolagebiet, der bis an den Französischen Hof exportiert wurde.
Am 12. August 1397 vereinten sich die Vertreter des Ossolagebiets und des Formazza-Tals mit denen aus Bern, der Abtei von Interlaken und Hasli und Goms in Münster, der Gomser Hauptstadt und ursprüngliche Heimat der Walser, um eine Konvention zu unterschreiben bzgl. des gemeinsamen Engagements eine Handelsstraße zwischen Mailand und Bern zu schaffen. Eine große Straße im Herzen Europas: vor 600 Jahren. In diesem Vertrag wurden Bestimmungen zum Bau und zur Wartung einer Straße festgelegt, die von Grimsel über den Gries nach Ossola führen sollte, um v.a. den Handel zwischen dem Norden und der Lombardei zu fördern. Jeder Vertragspartner verpflichtete sich zur ordnungsgemäßen Erhaltung und Kontrolle der Straße im eigenen Gebiet: die Berner bis zum Grimsel-Pass, wo genau in dieser Zeit ein Hospiz entstand, die Leute aus Münster von Grimsel bis zum Gries und die Leute aus Formazza bis zum Pass. Auch die Zollabgaben und die Sicherheitsmaßnahmen wurden festgelegt, die jede Gemeinschaft garantieren musste.
Der Prozess, indem das historische Gedächtnis aufgefrischt wurde und der gute Wille zur Zusammenarbeit zwischen der Bergbevölkerung dies- und jenseits der Grenze, haben dazu beigetragen, dieser Historische Straße wieder einen Wert zu verleihen: die Via del Gries ist seit 2002 einer der 12 Kulturwege, die in der Schweiz von großer Bedeutung sind. Die Route heißt "Via Sbrinz" oder "Sbrinz Route": eine Reise, die in sieben Etappen von Luzern nach Domodossola führt. Sie ist für diejenigen gedacht, die im gemächlichen Bergeschritt auf den Pfaden der Geschichte Emotionen wieder aufleben lassen wollen.
Jeden Sommer wandert eine lange Karawane von Menschen, Eseln und Waren im Rahmen einer historischen Veranstaltung auf dieser Route. www.sbrinz-route.ch

Die Route auf der Via del Gries verläuft, abgesehen vom Abschnitt am Gries-Pass, überwiegend in der Talsohle, durch die bewohnten Dörfer hindurch und nahe der Hauptverkehrsstraße (SS659). Durch die zahlreichen Unterkunfts- und Verpflegungsmöglichkeiten im Tal kann man die Etappen ganz nach der eigenen individuellen Ausdauer gestalten. Von Crevoladossola bis Ulrichen muss man in jedem Fall mindestens 3 Etappen einplanen. Wer gemächlich die Wunder der Natur, Geschichte und Kultur in diesem Tal entdecken will, sollte die Wanderung in 4 Etappen machen.

 

Die Route:
Via del Gries / Via Sbrinz

Die Etappen der Route:
VIA DEL GRIES: Etappe 1: Crevoladossola/Montecrestese - Baceno
VIA DEL GRIES: Etappe 2: Baceno – Ponte (Formazza)
VIA DEL GRIES: Etappe 3: Ponte - Riale
VIA DEL GRIES: Etappe 4: Riale – Griespass (2479) - Ulrichen

Reiserouten-Code: VSB

Route: 1

Schwierigkeitsgrad: Escursioni (E)

Strecke: 61.00 Km

Zeitaufwand: 18h 20m

Startadresse: Crevoladossola (VB) - IT

Starthöhe: 350 m

Ankunftsadresse: Obergoms - IT

Ankunftshöhe: 1353 m

Gefälle beim Aufstieg: 2520 m

Gefälle beim Abstieg: 1499 m

Maximale Höhe: 2487 m

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